Dorade Kerntemperatur: Wann der Fisch glasig und wann er durch ist
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Geschrieben von: Daniel Kiefer
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Lesezeit 5 min
Die ideale Dorade Kerntemperatur liegt bei 58 bis 60 °C. Dann ist das Fleisch saftig, löst sich leicht von der Gräte und ist gerade nicht mehr glasig. Wer es glasig mag, nimmt die Dorade schon bei 54 bis 56 °C vom Grill, ganz durchgegart ist sie bei 62 bis 65 °C. Darüber wird das magere Fischfleisch schnell trocken. Gemessen wird an der dicksten Stelle des Rückens direkt hinter dem Kopf. Eine ganze Dorade mit 300 bis 400 g braucht bei 220 °C rund 15 Minuten.
Tabelle seitlich wischen
| Garpunkt | Kerntemperatur | Textur |
|---|---|---|
| glasig | 54 bis 56 °C | im Kern noch leicht durchscheinend, sehr zart |
| saftig | 58 bis 60 °C | weiß, saftig, löst sich gut von der Gräte |
| durchgegart | 62 bis 65 °C | vollständig weiß und fest |
| zu weit | über 65 °C | trocken und faserig |
Fisch hat deutlich weniger Bindegewebe als Fleisch. Deshalb ist eine Dorade, auch Goldbrasse genannt, schon bei Temperaturen gar, bei denen ein Steak noch medium wäre, und reagiert auf jedes Grad zu viel. Schon 3 bis 4 °C machen den Unterschied zwischen saftig und trocken.
Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt aus Gründen der Lebensmittelsicherheit, auch Fisch vollständig durchzuerhitzen. Für Schwangere, Kinder, ältere und immungeschwächte Menschen gilt das ohne Einschränkung: Die Dorade sollte dann vollständig durchgegart sein.
Die niedrigeren Garpunkte aus der Tabelle sind in der Küche trotzdem üblich, weil die Qualität des Fischs entscheidend ist. Laut der luxemburgischen Lebensmittelaufsicht ALVA sind gezüchtete Meeresfische deutlich seltener von Fadenwürmern befallen als frei lebende. Die meisten Doraden im Handel stammen aus Aquakulturen im Mittelmeer. Kauf deine Dorade frisch beim Fischhändler, lass sie entschuppen und ausnehmen und grill sie am selben Tag.
Die dickste Stelle einer ganzen Dorade liegt am Rücken direkt hinter dem Kopf. Dort stichst du den Fühler waagerecht von der Seite ein, bis die Spitze kurz vor der Mittelgräte sitzt. Berührt der Fühler die Gräte, zeigt er einen falschen Wert an.
Ein schnelles Grillthermometer zum Einstechen ist bei Fisch besonders hilfreich, weil sich der richtige Moment innerhalb von ein, zwei Minuten entscheidet. Beginne bei einer ganzen Dorade je nach Größe nach etwa 10 Minuten mit dem Messen.
Hast du kein Thermometer zur Hand, helfen dir diese Zeichen:
Diese Zeichen zeigen dir aber erst, dass der Fisch durch ist. Den saftigen Garpunkt von 58 bis 60 °C triffst du verlässlich nur mit dem Thermometer.
Tabelle seitlich wischen
| Zubereitung | Temperatur | Garzeit (Richtwert) |
|---|---|---|
| ganze Dorade, 300 bis 400 g, auf dem Grill | ca. 220 °C | ca. 15 Minuten, nach der Hälfte wenden |
| große Dorade ab 500 g | 200 bis 220 °C, indirekt fertig garen | deutlich länger, ab 15 Minuten messen |
| Doradenfilet mit Haut | hohe Hitze | 3 bis 4 Minuten auf der Hautseite, 1 bis 2 Minuten auf der Fleischseite |
| ganze Dorade im Backofen | 200 °C | 15 bis 20 Minuten |
Die Grilltemperatur und die Dicke der Dorade beeinflussen die Garzeit stärker als ihr Gewicht. Bei einem Filet geht alles sehr schnell. Hier misst du seitlich in der dicksten Stelle und nimmst es lieber ein Grad zu früh vom Grill.
Damit die Dorade überall gleichzeitig ihre Kerntemperatur erreicht und heil vom Rost kommt, helfen ein paar Handgriffe:
Eine Alternative zum Rost ist die Plancha. Auf der glatten Fläche gart die Dorade gleichmäßig, und die Haut wird knusprig, ohne zu reißen.
Video: Knusprig & Saftig! Dorade perfekt grillen | Gasgrill Fisch Rezept mit Beilagen vom Grill Auf YouTube ansehen
Füllung und Würze verändern die Zielwerte nicht. Wie du die Dorade mit Zitrone, Knoblauch und Kräutern wie Rosmarin und Thymian zubereitest, zeigt unser Dorade grillen Rezept.
Auch Fisch gart nach dem Grillen noch nach. Die Kerntemperatur steigt durch die Restwärme um etwa 1 bis 2 °C. Möchtest du die Dorade bei 60 °C servieren, nimmst du sie bei 58 °C vom Grill. Lass sie kurz liegen, bevor du die Filets von der Gräte löst.
Die Dorade Kerntemperatur entscheidet über saftig oder trocken: 54 bis 56 °C für glasig, 58 bis 60 °C für saftig und 62 bis 65 °C für vollständig durchgegart. Miss hinter dem Kopf an der dicksten Stelle ohne Grätenkontakt, ritze die Haut ein und nimm den Fisch ein bis zwei Grad vor dem Zielwert vom Grill.
Ab etwa 58 bis 60 °C ist die Dorade gar und saftig. Vollständig durchgegart ist sie bei 62 bis 65 °C. Über 65 °C wird das Fleisch trocken.
Eine ganze Dorade mit 300 bis 400 g braucht bei etwa 220 °C rund 15 Minuten. Wende sie nach der Hälfte der Zeit und miss ab etwa 10 Minuten die Kerntemperatur.
Eine ganze Dorade gart bei 200 °C im Backofen in etwa 15 bis 20 Minuten. Größere Fische brauchen länger, deshalb lohnt sich auch hier der Blick aufs Thermometer.
Am zuverlässigsten mit dem Thermometer: 58 bis 60 °C an der dicksten Stelle. Ohne Thermometer hilft die Flossenprobe. Lässt sich die Rückenflosse leicht herausziehen und löst sich das Fleisch von der Gräte, ist die Dorade gar.
Bei frischer Dorade aus guter Quelle ist ein glasiger Kern bei 54 bis 56 °C in der Küche üblich. Für Schwangere, Kinder, ältere und immungeschwächte Menschen sollte der Fisch aber vollständig durchgegart sein.
Es ist nicht zwingend, aber sinnvoll. Zwei bis drei schräge Schnitte pro Seite sorgen dafür, dass die dicken Stellen schneller garen und die Dorade gleichmäßig ihre Kerntemperatur erreicht.
Für ein Doradenfilet gelten dieselben Werte wie für die ganze Dorade, ideal sind 58 bis 60 °C. Da ein Filet sehr dünn ist, ist es auf hoher Hitze in wenigen Minuten fertig.
